Slide background

wir erzählen Ihre Geschichte...

Geschichten, die zu Geschichte werden, passieren jederzeit und an jedem Ort. Wir halten sie für Sie fest.

Die Großmutter, die ihren Enkeln ihre Familiengeschichte hinterlassen möchte? Das Unternehmen, das anlässlich seines Jubiläums Firmengeschichte ganz besonders aufarbeiten möchte? Wir sorgen dafür, dass Ihre „Story“ erfahr- und erlebbar wird – und bleibt.

09Oktober

Dankbarkeit

Heute Morgen steige ich in mein Auto, welches in unserer Familie nicht wirklich mein Auto ist, weil in der Regel mein Mann damit fährt. Die Gründe, warum ich nicht mit meinem eigenen Auto gefahren bin, welches in unserer Familie eigentlich Allgemeingut ist, auch wenn in der Regel ich damit fahre, tut hier nichts zur Sache. Wenn Sie es doch wissen wollen, fragen Sie mich einfach.

Also, ich starte den Wagen, um zu meinem ersten Termin zu fahren. Natürlich habe ich keine Zeit zu verlieren, weil frau trotz frühzeitigstem Aufstehens und bestens durchgeplantem Tagesablauf wieder unter Zeitdruck steht. Ich fahre los und… Ja klar, die Tankanzeige steht bei Null. Eindeutig. Nuller geht nicht. Normal, wieso überrascht mich das überhaupt noch. Ist doch typisch, dass mein Mann den Wagen bis zur Neige leer fährt und im Zweifel lieber zur Tanke schiebt als rechtzeitig zu befüllen. Zum Beispiel abends auf dem Heimweg. Da hätte mann genügend Zeit. Die fünf Minuten später machen den Kohl auch nicht mehr fett, wenn mann spät nach Hause kommt.

Aber nein, wir lassen den Wagen leer stehen als wüssten wir, dass frau am nächsten Morgen nicht mit dem eigenen fährt und die Tankarbeit erledigt. Positiver Zusatznutzen: das Auto der Gattin ist natürlich vollgetankt. Von den glasklar sauberen Scheiben und den absolut krümelfreien Fußmatten ganz zu schweigen. Ach was ist das schön, mit dem Wagen der werten Gattin zu fahren. „Bestimmt entsorgt sie beim Tanken auch gleich das Duplopapier, die gesammelten, teils zerknüllten Parkscheine auf Armatur, in Aschenbecher und Türablage und bringt das Leergut endlich weg, dass ich schon seit einer Woche spazieren fahre…“

Aber zurück zu meinem Morgen. Ich ergebe mich meinem Schicksal der morgendlich leidgeplagten Ehefrau und denke mir, *okay, Du musst tanken, wenn Du mit Auto ankommen willst, sehe es positiv, dann gönnst Du Dir halt noch einen leckeren Latte Macchiato mit Vanille in XL. Perfekt. Denk immer daran, das Glas ist halb voll.“

An meiner Lieblingstankstelle angekommen, stelle ich den Tankhahn auf *automatisch“ und mache mich daran, die Scheibe zu putzen und die Katzenfußspuren auf der Kühlerhaube zu entfernen. Ja lieber Ehemann, das wird Dich jetzt vielleicht überraschen, aber von alleine gehen die nicht weg. Das Auto im Regen stehen zu lassen hilft nicht und auch die Sonne brennt die Flecken nicht einfach weg. Ping. Ups, der Tankvorgang wurde unterbrochen, wahrscheinlich habe ich den Haken nicht richtig einrasten lassen. Also gehe ich zurück und will ihn wieder einstellen, aber er hält nicht. Hm, komisch, ein Blick auf die Zapfsäule bestätigt mir, dass erst acht Liter getankt sind. Also nochmal. Zapfhahn rein und … klick klick .. es funktioniert nicht. Ja, wo gibt es denn sowas. Als hätte ich mich heute Morgen nicht schon genug geärgert. Ist das blöde Ding jetzt auch noch kaputt. Klar, ich hab doch Zeit und keinerlei Eile, grrrr.

Um zu prüfen, ob überhaupt was im Tank angekommen ist, steige ich in mein Auto, also eigentlich das Auto meines Mannes, weil er ja immer damit fährt, aber das wissen Sie schon. Ich stecke den Schlüssel ins Zündschloss und drehe ihn soweit, dass die Tankanzeige anspringt. Und da, der Zeiger rennt sofort wieder auf die Null zu. Äh, Moment, da stimmt was nicht. Wieso steht der Zeiger im Ruhezustand denn auf ‚voll‘, das macht doch keinen Sinn. Der müsste doch auf ‚Null‘ stehen und sich erst bewegen, wenn ich starte. Aber dann wenn der Tank leer ist, wieso bewegt er sich dann überhaupt. Ich gucke noch einmal genau hin und jetzt endlich dämmert es. Der Tank ist voll. War er schon die ganze Zeit. Gott, wie dämlich! Was ist los mit mir, so schlecht habe ich doch gar nicht geschlafen. Hierfür brauche ich doch wirklich keine Lesebrille. Und so alt bin ich doch auch nicht, dass ich an Verwirrung oder schlimmeren leide. Oder doch? Oh oh …

Halt. Nein. Blödsinn. Schuld ist mein Mann - ja klar. Würde er zuverlässig und konsequent sein Auto tanken bevor kaum noch ein Tropfen drin ist, wäre ich doch gar nicht auf die Idee gekommen, der Tank könnte leer sein. Ha, das ist es! Dann wäre ich nicht völlig überflüssigerweise zur Tankstelle gefahren. Ich hätte hier nicht meine eh zu knappe Zeit verschwendet. Auch hätte ich nicht viel zu viel Geld für einen zugegeben extrem leckeren Kaffee ausgegeben, der mit Milch, Zucker und Flavour viel zu viele Kalorien hat. Echt super, vielen Dank mein Lieber, dass Du ans Tanken gedacht hast!

Posted in Irinis Blog

Write me

  • Herrestorffstr. 15
    53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler

Contact me

  • 0160 / 95582388
  • Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

nächste Veranstaltung